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Traditionsverein BSC Kickers 1900

Torwart Rempf verhindert völliges Debakel ....

SV Chemie Adlershof vs. BSC Kickers 1900 5:1 (2:1)

1:0, 4. Min. Yalcinkaya (ET), drückt Penkuhn-Freistoß unglücklich, bedrängt von Liebenow, mit dem Knie ins eigene Tor
2:0, 27. Min. Liebenow, zieht von der Mittellinie los, lässt sich von I. Hirik nicht aufhalten und schließt aus 16m flach ab
2:1, 44. Min. Erdem, aus 20m, nachdem R.Hirik einen verzogenen Schuss von Ghazaleh auf der Grundlinie erkämpft hat
3:1, 73. Min. Wilbrandt, nach Stockfehler von Erdem gegen Teßmann allein vor TW Rempf
4:1, 81. Min. Liebenow, allein gegen TW Rempf auf Pass von Wilbrandt
5:1, 83. Min. Eckert, allein gegen TW Rempf auf Pass von Ringel
Beste Spieler: TW Rempf, El Mahalawi, R. Hirik

Auf seifigem Naturrasen war sehr schnell klar, heute bekommen wir Probleme. Arnold, Askar, Bakkalagullari, Fuhrmann, Kutzias, Pektas und Rösler fehlten aus verschiedenen Gründen und mit Dincer, Schilling und Turan kamen 3 Spieler zum 1. Saisoneinsatz. An ihnen lag es jedoch keineswegs, dass wir gestern in ständiger „Seenot“ waren. Unsere Statik stimmte nicht, einige schlitterten wieder wild über das Grün, wir kamen bis zur Pause überhaupt nicht in die Zweikämpfe, standen oft zu hoch, fanden uns in vielen eins zu eins Situationen wieder und experimentierten kühn mit der Abseitsfalle. Qualitätsmerkmale gab es leider wenige und auch der Ball war an diesem Sonntag für uns ein teils „unbekanntes Wesen“. Auf die Verliererstraße gerieten wir allerdings durch SR Janz, der ein Foul von Erdem an Okeke pfiff, das sonst keiner sah. Das Ergebnis aus dieser Aktion siehe oben. Bereits nach diesem Tor erfolgte ein totaler Systemabsturz, wenn wir gestern überhaupt eines hatten. Wilbrandt steht nicht im Abseits, läuft allein auf Rempf, gemeinsam mit Schilling kann er ihn abdrängen (7.), Rempf lenkt einen Freistoß von Krebs so gerade an den Pfosten, den Abpraller setzt Wilbrandt am leeren Tor vorbei (9.), einen Schuss von Fassauer holt Ghazaleh von der Linie – aber wohl bereits von dahinter? – (22.). Mit dem 2:0 fühlte sich Chemie schon in Sicherheit und agierte unkonzentriert. Fassauer und Liebenow verzogen total freistehend (30./32.), Rempf stoppt den allein durchlaufenden Wilbrandt (35.). Plötzlich fanden wir doch unser Visum für das gegnerische Tor, nach Anspiel von Dincer hält TW Gulitz stark gegen Ghazaleh (38.) doch im Gegenzug erscheint erneut Wilbrandt allein vor TW Rempf und scheitert wieder (39.), wie auch Liebenow in der 42. Minute. Das 2:1 hatte etwas Überraschendes und war ein sehr gutes Zeichen für die 2. Halbzeit. Wir tauschten A. Duran und Turan für Yalcinkaya und Schilling und zogen Ghazaleh weiter nach vorne und plötzlich ging es. Rettet zunächst nochmals Rempf gegen Wilbrandt, (53.) kommen wir besser ins Spiel und Chemie macht Fehler. Das Spiel entwickelt sich völlig anders. In der 60. Min. sind wir nahe am Ausgleich, R. Hirik trifft aus 25m mit einem Urknall die Latte und Heimtrainer Orawetz wurde laut. Rempf macht wieder einen Punkt im Privatduell mit Wilbrandt (68.), aber mit dem Stockfehler von Erdem war unser Zauber so plötzlich vorbei, wie er gekommen war. Wir kassierten drei nahezu identische Tore und es hätte noch schlimmer kommen können. Rempf gewinnt ein weiteres Duell mit Wilbrandt (79.), Penkuhn und Teßmann vergeben frei vor dem Tor. SR Janz pfiff pünktlich nach 90 Minuten ab, Dankeschön! Am Ende steht die zweite 5:1 Niederlage in Folge und von unserem so tollen Saisonstart bleiben nur noch die 6 Punkte. Am Ende zählte der Schreiber 15:3 Torchancen, zum Glück reduzierte sich das Ergebnis mit 5:1 auf ein Drittel. Der Mannschaft kann man gar keinen großen Vorwurf machen, der Matchplan griff leider vom Start an nicht und auch wenn in der 60. Minute das 2:2 möglich war, fiel der Sieg am Ende noch halbwegs gnädig aus, bei der Menge an klarsten Chancen. Wir haben nun nach 8 Spielen 8 Punkte und von den nächsten 8 Spielen immerhin 6 daheim an der Monumentenstr. (Sonntag kommt TSV Lichtenberg – sh. nächster Spieltag), da sollten wir mit Punktevorräten für den Winter langsam anfangen. Von unserem Platz 10 haben wir zu den „schattigen“ Plätzen noch ein 4-Punkte-Polster, zu Platz 9 sind es jedoch bereits 5 Punkte Rückstand. Verloren ist noch absolut gar nichts, aber verlieren ist jetzt erst einmal verboten. Jürgen Urbas
PS: Eure Einsatzprotokolle mit allen Daten und Fakten seht Ihr nach jedem Spieltag unter 1. Herren à Kader.

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