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Traditionsverein BSC Kickers 1900

Karaman rettet späten Punktgewinn ....

BSC Kickers 1900 vs. TSV Helgoland 97 II 3:3 (2:2)

0:1, 8. Min. Oukil, nach schnellem Einwurf von Ballin auf Sturm, der sofort in die Mitte passt
1:1, 23. Min. Arnold, Kopfball nach Freistoß von Rösler nach Foul von Franz an Suid
1:2, 40. Min. Lowack, kann TW Kricka zunächst noch gegen Oukil halten, ist er beim Nachschuss machtlos
2:2, 43. Min. Arnold, aus einer starken Abwehraktion von Güven gegen Seyfferth an der Mittellinie, wird daraus eine Maßvorlage in die Nahtstelle der Verteidigung
2:3, 75. Min. Kempa, nimmt 60m Ball von Weber gegen den zögerlichen Kricka auf und vollendet
3:3, 88. Min. Karaman, aus 8m volley, nachdem Erdem Güven in Szene setzt und dieser von der Grundlinie mustergültig flankt
Beste: Güven, Arnold

Sicher haben wir uns gegen das punktlose Schlusslicht von dem Spiel mehr erwartet, aber das Unentschieden geht so in Ordnung. Zum Einen, weil es sich Helgoland mit seinem Auftritt verdient hat und zum Anderen, weil wir Moral bewiesen und trotz dreimaligem Rückstand immer wieder zurückkamen. Wir begannen offensiv, Suid zögert jedoch zu lange und TW Hayrovic kann halten (6.). Dies war auch unser sonntägliches Manko, uns fehlte permanent das Timing. Mal fehlte die Handlungsschnelligkeit, mal waren wir einfach zu hektisch, dazu kamen ungewohnt viele technische Fehler in allen Mannschaftsteilen. In der 8. Min. schnappte sich Helgolands Bester, Kapitän Ballin, listig den Ersatzball zum Einwurf und hebelte damit die gesamte Abwehr aus. Nach 16 Min. war das 0:2 möglich, als frühes Pressing Kutzias und Yalcinkaya vor Probleme stellte und der beim 0:1 patzende TW Kricka gegen Ballin glänzend hielt. In der nächsten Aktion schaufelt sich Kricka einen Einwurf von Ballin beinahe ins eigene Tor, der Ball tänzelt auf der Latte, den Abpraller setzt Oukil knapp vorbei (21.). Nachdem Franz Suid foulte, servierte Rösler den Freistoß butterweich auf den Kopf von Arnold und wir glichen aus. Jetzt waren wir besser in der Partie. Ein Freistoß von Güven aus 40m landete ohne weitere Berührung am Außenpfosten (34.). Anschließend irrlichterten wir erneut im Strafraum und lagen zum zweiten Mal hinten. Fast postwendet konnten wir ausgleichen. Erst gewinnt Güven mit gekonntem Tackling am Mittelkreis einen Zweikampf, daraus ergibt sich eine Traumvorlage für Arnold, der mit dem Ball sofort loszieht und flach einschiebt. Wurde er auch oft wegen Abseits zurückgepfiffen, passte diesmal alles optimal. Fast mit dem Pausenpfiff muss dann A. Duran gegen Kempa in höchster Not retten. Nach der Pause übernahm überraschend Helgoland das Kommando. Kricka hält gegen Ballin (50.+53.), Weber jagt einen Volley aus 20m über den Balken (65.), bevor Kricka nochmals gegen Ballin pariert (72.). Im „Jekyll & Hyde-Spiel“ von TW Kricka kommt dann die 75. Minute, als nach einem Schlag über 60m Yalcinkaya für Kempa nur Geleitschutzgibt und Kricka einfach nicht zupackt. Der dritte Rückstand in einem Spiel, drohte uns zunächst ins Chaos zu stürzen, aber TW Kricka hielt uns mit jetzt wieder starken Aktionen im Spiel und verhinderte das 2:4. Nach wiederholtem Überfalleinwurf von Ballin verzieht Kempa um Zentimeter (78.), Kempa (81.), Seyfferth (83.) und Jänsch (86.) scheitern alle an Kricka, bevor wir dann ein starkes Finale bieten. Kann TW Hayrovic noch vor Karaman den Ausgleich abwenden, hat er eine Minute später keine Chance und wir gleichen das dritte Mal aus. In der Nachspielzeit stürmt der wie aufgedreht fightende Güven wieder bis zur Grundlinie, wieder kommt der Ball super in den Strafraum, aber Rösler bringt den Ball bedrängt von Erler und Ehmke nicht im Kasten unter (90.+1). Wir hätten den eingeplanten Sieg gern mitgenommen, aber ein 4:3 wäre dann ehrlich gesagt doch zu viel des Guten gewesen. Wir haben kein gutes Spiel geboten, aber auch nie aufgegeben. Der warme Spätsommertag lähmte uns irgendwie. Kricka hatte große Mitschuld an den Gegentoren 1 und 3, aber auch einige starke Aktionen, die Abwehr wirkte nicht so sicher wie zuletzt, im Mittelfeld hätte uns sicher ein Askar in der Form der letzten Jahre helfen können, aber jedes Spiel läuft nun einmal anders. Der Sturm machte 3 Tore, das sollte eigentlich reichen. Karaman sorgte jedenfalls nach seiner Einwechslung nochmals für Belebung. Zuerst 2 Siege, dann 2 Niederlagen, jetzt 2 Unentschieden, auch eine Art von Rhythmus. Kommenden Sonntag bei Aufstiegsanwärter Meteor 06 (Ansetzung sh. nächster Spieltag) wäre ein Unentschieden durchaus als Erfolg zu werten, aber wie gesagt, dies ist wieder ein anderes Spiel. Jürgen Urbas

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