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Traditionsverein BSC Kickers 1900

Alles wieder auf Null ....

BSC Kickers 1900 vs. Friedrichshagener SV 1:2 (1:0)

1:0, 5. Min. R. Hirik, aus 12m ins lange Eck nach Balleroberung von Erdem und gutem Anspiel von Arnold
1:1, 58. Min. Seyyidoglu (FE), Yalcinkaya an Gruner
1:2, 77. Min. Karioth, schaltet nach Eckball von van Deest auf den kurzen Pfosten per Kopf am schnellsten
Besonderheiten: 78. Min. Gelb/Rot Seyyidoglu (F/F), 80, Min. Rot Ghazaleh und 90.+2 R.Hirik (jeweils SR-Beleidigung)
Beste: Arnold, Bakkalagullari, R. Hirik (bis zur unnötigen roten Karte), Rösler

Friedrichshagen mit Maximalpunktzahl und Pokalsieg bei einem ambitionierten Landesligisten, kam mit breiter Brust und wurde doch von uns ziemlich überrascht. Als Rückkehrer Erdem, der unser Mittelfeld sicher aufhübschen dürfte, mit aggressivem Pressing gegen Laube und Jungmann den Ball eroberte und seinen Pass Arnold und R. Hirik gekonnt weiterverarbeiteten, lagen wir frühzeitig mit 1:0 vorne. F’hagen brauchte doch einige Minuten, um seine Ordnung zu finden. Ein erster Freistoß von Seyyidoglu landete flach in der Mauer (12.). Mit unserem ständigen frühen Attacken tat sich F’hagen jedoch weiter schwer. Arnold jagte Jungmann den Ball ab, Ghazalehs Schuss hielt TW Assmann (15.), dann konterten wir blitzschnell über Ghazaleh und R. Hirik, sein Schuss überlupfte zwar den zu weit vor dem Tor stehenden Assmann und ging leider ganz knapp vorbei (23.). Dann rettet nach guter Flanke von Ghazaleh die Fußspitze von Jungmann vor dem einschussbereiten R. Hirik zur Ecke (30.) und Güven verzog frei (37.) wie auch später nochmals in der 47. Das 1:0 zur Pause hatten wir uns redlich verdient, nicht so sehr vom Spielerischen, aber durch großen Einsatz und hohe Laufbereitschaft. ETW Gorchs, der für den nicht rechtzeitig von der Arbeit frei kommenden Rempf einsprang, wurde nicht einmal geprüft, auch weil Yalcinkaya und der für den kurzfristig ausfallenden Fuhrmann in der Abwehr stark aushelfende Bakkalagullari rigoros aufräumten. Nach der Pause bekam F’hagen mit dem eingewechselten Karioth deutlich mehr Zug zum Tor, wir blieben allerdings zunächst die bessere Mannschaft. Güven schickte Arnold auf die Reise, der flankte mustergültig auf R. Hirik, der mühelos einköpfte, aber SR Belitz erkannte das Tor nicht an, Abseits beim Pass von der Grundlinie ging nicht, Arnold sollte mit dem Arm seinen Gegenspieler weggedrückt haben (53.). Beim folgenden FE gehen beide Spieler dynamisch zum Ball, natürlich kam es zu einem Körperkontakt, SR Belitz war sich seiner Sache jedenfalls sicher und pfiff. Wir mussten jetzt unserem intensiven Einsatz Tribut zollen, die Stürmer R. Hirik und Arnold liefen ihre Gegenspieler permanent an und halfen auch in der Rückwärtsbewegung ständig hinten aus. Dazu kam, dass Askar bei Halbzeit raus musste, für ihn kam A. Duran, und Erdem natürlich noch etwas die Spielpraxis fehlte. F’hagen übernahm zunehmend die Mittelfeldhoheit, kam besser in die Zweikämpfe und wir den neuen Mann Karioth nicht recht in den Griff. Traf er in der 72. Min. noch den Pfosten, machte er es kurze Zeit später besser, als die nachlassende Kondition und auch Konzentration ihre Spuren hinterließ. Unmittelbar nach dem 1:2 ampelte sich Seyyidoglu nach Foul an Rösler raus (78.). Wir lagen zwar zurück, hofften nun jedoch in Überzahl auf eine erfolgreiche Schlußoffensive. Was danach geschah, machte einiges unseres bis dahin von viel Herzblut geprägten Spiels kaputt. Mit zweimal Rot wegen SR-Beleidung gaben wir den nummerischen Vorteil aus der Hand, dazu die Strafe aus dem selben Grund nach dem Spiel bei CSV 97, das ist einfach zuviel und durch nichts zu rechtfertigen. SR-Entscheidungen für die Zukunft ändern wir damit definitiv nicht! Am Ende hält Gorchs ganz stark gegen Karioth (88.), Gruner trifft scheppernd den Pfosten (89.), wir versuchten es tapfer weiter mit langen Bällen, aber es reichte nicht mehr zu einem aufgrund der ersten Hälfte durchaus verdienen Punkt. Sicher hätte uns ein 2:0 vielleicht sogar 3 Punkte gebracht, aber am Ende war der Sieg von F’hagen nicht völlig unverdient, denn sie hatten ab der 60. Min. einfach mehr zuzusetzen und dazu auch noch mit 2 Alu-Treffern weitere Chancen. Außerdem zwang uns ihr Spiel dazu, einen hohen Kraftaufwand zu betreiben, den wir nicht durchhielten, daran konnten auch die Wechsel von Karaman für Arnold und Pektas für Rösler nichts mehr ändern. Zunächst 2 Siege, jetzt 2 Niederlagen, bei „italienischen“ 5:5 Toren, alles steht wieder auf Null. Nächsten Sonntag gehts zur Silbersteinstr. gegen NSF. Rasenplatz, 10.45 Uhr Anstoß, 3 Spieler gesperrt, hier sind wir dann wohl Außenseiter, vielleicht tut uns dies mal ganz gut und die Bank kann sich beweisen. Wir werden sehen … Jürgen Urbas

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