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Traditionsverein BSC Kickers 1900

Gute erste Halbzeit reicht nicht ....

Kickers 1900 vs. Spandauer FC Veritas 1:3 (0:0)

0:1, 51. Min. Akkouche, köpft Freistoß von Cil fast von der Außenlinie am langen Eck ein
0:2, 60. Min. Youssef, nimmt Freistoß von Cil unbedrängt an, läuft 3 Schritte und vollendet glashart unter die Latte
0:3, 81. Min. Balci, zieht von der Mittellinie los, lässt sich durch nichts aufhalten und schiebt flach ein
1:3, 82. Min. Bakkalagullari, auf Querpass von Schilling, nachdem TW Soysal seinen 1. Versuch noch stark hält
Besonderheiten: Rote Karte: 57. Min. Kirik (Veritas – SR-Beleidigung)
Beste Spieler: El Mahalawi; Güven

Im Duell Platz 10 gegen Platz 2 sah man über weite Strecken keinen Leistungsunterschied, besonders unser Mittelfeld hielt ohne Askar, Erdem und Kutzias gegen Veritas absolute Waffengleichheit. Beide Teams standen sehr kompakt und so war es für die vorderen Linien schwer, zu Chancen zu gelangen. Das erste Mal gefährlich wurde es in der 19. Min., als Schilling so gerade noch vor dem einschussbereiten Youssef zur ersten Ecke des Spieles retten konnte. Nach Foul an El Mahalawi, der erneut überzeugen konnte, verhinderte bei Ghazalehs Freistoß aus zentraler Position die Mauer die Reisefreiheit des Balles (25.). Youssef verzieht nach Pass von Kirik (38.) und als sich Kadi und Abdallah eine kurze Auszeit spendieren, erobert Ghazaleh listig den Ball, beim Abschluss bekommt Kadi so gerade noch die Fußspitze dazwischen, der Ball rutscht knapp am langen Eck vorbei (43.). Dies war es in Hälfte 1, die jedoch keineswegs uninteressant verlief. Die hohe Aufmerksamkeit konnten wir leider nicht ganz über die Pause bringen und zwei unnötige Standards brachten die Vorentscheidung gegen uns. Beim ersten Freistoß stimmte die Zuordnung nicht, Akkouche übersprang Duran, Rempf blieb auf der Linie und es stand 0:1. Veritas geriet anschließend selbstverschuldet in Unterzahl, als Kirik im Auswechselvorgang SR Belitz was Unfreundliches sagte (57.). Sollte dies Veritas eigentlich verwirren, kam es genau anders herum. Beim zweiten Freistoß rückte Rösler ein, die gesamte rechte Abwehrseite stand offen und Veritas-Anführer Cil und Youssef nutzten dies eiskalt aus. In dieser Szene wirkten wir wie in Unterzahl und nicht unser Gegner. Wir bewiesen jedoch Moral und versuchten ins Spiel zurückzukommen. Nachdem sich Freund und Feind über den Haufen rannten, war Bakkalagullari außen durch, aus spitzem Winkel landet sein Schuss am Außennetz (64.). Unsere bis dahin beste Chance hat in der 69. Güven auf dem Fuß, sein Ball saust leider vom Innenpfosten die Linie entlang, ein 1:2 hätte sicher Veritas etwas die Ordnung genommen. Gäste-TW Soysal gefiel weniger durch nötige Paraden, jedoch mit guter Strafraumbeherrschung und Spieleröffnung. Veritas gelang es, die Unterzahl relativ unbeschadet zu kompensieren. Wir kamen nicht richtig in gefährliche Spielsituationen, nur wenige Bälle erreichten wirklich die Spitzen, auch wenn Bakkalagullari nach seiner Einwechslung zur Pause ständig versuchte, zum Abschluss zu kommen. Mit Balcis 0:3 war das Spiel dann leider verloren, auch wenn wir postwendend konterten, es war an diesem Sonntag zu spät. Gegen den Tabellenzweiten kann man durchaus verlieren, der Sieg war auch nicht unverdient, weil Veritas schlichtweg Effektivität bewies und unsere wenigen Fehler gnadenlos ausnutzte. Schilling lieferte eine ordentliche Defensivarbeit, Spiel nach vorne und Abschluss sind ausbaufähig. Sonst verteidigte die Abwehr weitestgehend sicher, nur eben nicht bei den zwei tödlichen Standards. Im Mittelfeld hielten wir wie gesagt gegen die „Cil-Truppen“ gut dagegen, darunter litt natürlich die Belieferung der Offensive mit guten Bällen. Grundsätzlich ist die Niederlage kein Beinbruch. Wir haben jetzt 14 Punkte, das sind in DM 28, also Platz 3! Spaß beiseite, in den verbleibenden 3 Spielen der Hinrunde sollten wir unbedingt noch punkten, um nicht in der Nähe der Abstiegsplätze zu überwintern. Sonntag ist erst einmal Derby-Time gegen Inter II (Daten sh. nächster Spieltag), aber dies ist auch nur eines von 30 Saisonspielen und nicht mehr als ein Spiel sowieso. Nicht anders sollten wir es angehen. Jürgen Urbas

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